Heute fahren sie echt mal wieder Achterbahn mit mir.
Schon geweint vor Rührung,vor Trauer,vor Freude,vor Schmerz, und das binnen weniger Stunden.
Ich denke nicht dass ich heute depressiv bin.
Aber erlebe heute dennoch eine starke Gefühlsachterbahnfahrt.
Die Gedanken an meine (ich nenn sie einfach jetzt wieder so,denn sie wird es immer sein) beste Freundin,wie sehr ich um sie trauere,wie sehr ich sie vermisse und wie sehr ich drunter leide,was ich zerstört habe.
Dann die Beerdigung heute vormittag,Abschied nehmen und bedauern,dass alles anders wird ohne diese Menschen.Ein Kapitel im Leben was beendet ist.Mit Kindern(wenn auch erwachsenen) trauern dass sie nun keine Eltern mehr haben,loslassen,gehn lassen und versuchen mich im gläubigen Sinne für diese beiden Verstorbenen zu freuen,dass sie nun in der Unendlichkeit wieder vereint sind ( 15 Monate sind sie nur getrennt gewesen in dieser,unserer welt),wie schön für sie beide,sich jetzt wieder zu haben. Ja ich glaube daran!
Dann endlich Gefühle für eine weitere Freundin zugelassen,die ich auch grausam von mir gestossen habe und endlich um Vergebung beten können.Erwarte nicht dass sie mir verzeiht,aber musste ihr sagen,wie leid mir alles tut,denn ich habe sie einfach aus meinem Kopf und Herz verdrängt um nichts zu spüren.Musste und wollte einfach um Verzeihung bitten und ihr sagen,dass ich dumm war.
Dann widerum auch positive Gefühle für meinen Mann(in spe),dankbare Gefühle,dass ich ihn lieben darf und er mich ebenso liebt.Dankbar,dass er alle Gefühle mit mir teilen will. Das er mir Mut gibt,Trost gibt,Hoffnung gibt,einfach aus lauter Liebe,ohne Gegenerwartungen.Mit ihm kann ich auch die Tränen für all diese Gefühle teilen,die Gott sei Dank fliessen können. - Könnten sie nicht fliessen,würde die Gefahr bestehen daran zu vergiften und ich bin froh und dankbar,dass ich weinen kann.
Es befreit. -Also sind auch dankbare Gefühle mit dabei ;)
Ich bin auch dankbar,dass ich lernen kann,mich weiterentwickle und an mir arbeiten kann.
Ich bin ein überdimensional-impulsiver Mensch,was mir schon so oft,den Kopf in ne Schlinge befördert und weit mehr als nur harmlose Fettnäpfchen angezogen hat. Heisst,ich handle,rede,etc oft erst und denke dannach erst.
Das liegt zwar zum Teil auch am AD(H)S,aber auch daran,da bin ich sicher,kann ich arbeiten!
Und bei all diesen Dingen,steht mein Mann so fest hinter mir.
Er akzeptiert sogar Ana in meinem Leben,solang er sich nicht ernsthafte Sorgen machen muss um meine Gesundheit,sprich,das ich umkippe,ins Krankenhaus müsste etc..Aber da kämpfe ich ja selber immer für,allein wegen meinem Kind.
Ich esse immer wenn ich merke ich werde schwächer,oder wenn mir tatsächlich mal schwarz vor Augen wird.Da bin ich für mein Kind konsequent!
Ich will Leben!Ich bin keineswegs suizidal und glücklich darüber.Solche Tage sind längst Vergangenheit und gehörten nur zu meinem Leben,als ich noch keine Mutter war.
Die Verantwortung hat mich ins Leben geholt und kämpfen lassen.
Mein Kind soll gesund und glücklich aufwachsen!
Und ich bin seit ich Mutter bin,wieder neugierig aufs Leben geworden!
Ich wünsche allen die suizidale Gedanken haben,oder Absichten,dass sie eine ungestillte Neugier aufs Leben bekommen!Immer wissen wollen,wie es weiter geht und was noch alles auf sie zu kommt,natürlich am besten mit positiver Hoffnung!
Ich wünsche es ihnen/Euch von Herzen!
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